Sie leben in einem Haus, das auf Nachhaltigkeit, Wohnqualität und Gemeinschaft setzt. Ein Ort, wo erneuerbare Energie genutzt wird, helle Räume für Wohlbefinden sorgen und Begegnungen gefördert werden. Eine spannende Vorstellung...
Das Wohnhaus an der Haldenstrasse 32 wurde umfassend instand gesetzt. Dabei wurden sowohl die Gebäudehülle als auch die haustechnischen Installationen erneuert. Die Wohnungsgrundrisse wurden neu konzipiert und bietet künftig eine vielfältige Nutzung – inklusive gemeinschaftlicher Räume und integrierter Versorgungsdienstleistungen.
Ziel war ein nachhaltiges Sanierungskonzept, das für die nächsten Jahrzehnte Bestand hat.
Die Wohnungen sind für Seniorinnen und Senioren vorgesehen. Daher haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was Wohnen im Alter bedeutet. Wir sind zum Schluss gekommen, dass Wohnformen erforderlich sind, die nahe am normalen Leben angesiedelt sind. Besonders wichtig sind dabei der soziale Anschluss sowie die Möglichkeit, Unterstützung im Haushalt und in der Pflege zu erhalten.
Die Fassade wurde 1990 mit rosa Eternitschindeln saniert und bildet einen Bruch in der ursprünglichen Materialität des Gebäudes. Um den rohen Charakter der ursprünglichen Gestaltung wiederherzustellen, wurden die Eternitschindeln durch grossformatigen, gewellten Faserzementplatten mit einer natürlichen, rauen Haptik ersetzt. Diese neue Fassadenverkleidung ist langlebig, wird in der Schweiz produziert und besteht grösstenteils aus natürlichen Rohstoffen. Durch ihre Profilierung entsteht ein spannendes Spiel aus Licht und Schatten, das die grossen Fassadenflächen visuell strukturiert. Die ursprüngliche Materialsierung war in Grautönen gehalten und wird in Anbetracht der Tradition des Gebäudes wieder aufgenommen.
Die kompakten Wohnstrukturen sollen durch vielseitige Raumbezüge eine grosszügige und abwechslungsreiche Atmosphäre schaffen. Der Grundriss kann durch das Öffnen und Schliessen von Türen flexibel angepasst werden. Der Wechsel zwischen geschlossenen und offenen Grundrissstrukturen sorgt für eine dynamische Wohnqualität.
Verfahren: Planerwahlverfahren 2023, 1. Preis
Auftraggeberin: Vivola, Stiftung für Alterswohnungen
Nutzung: Alterswohnungen
Generealplaner: Lüscher Egli AG, dipl. Architekten ETH FH SIA, Langenthal
Haustechnikplaner: Häusler Ingenieure AG, Langenthal
Elektroplanung: Bering AG, Langenthal
Bauphysik: Grolimund + Partner AG, Bern
Bauingenieur: Wälchli & Partner AG, Langenthal
Brandschutzplaner: SIPLAN AG, Bern